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Höhere Steuern und 6 Jahre länger arbeiten
das fordert das IHS für die Zeit nach der Krise, denn Österreichs Wirtschaft schrumpft heuer um bis zu 4,3 Prozent. Ob die Krise erst begonnen hat oder wann sie enden wird, darüber sind sich Wirtschaftsforscher wie der WIFO-Chef Karl Aiginger und IHS-Chef Bernhard Felderer noch unklar, beide sind jedoch der Meinung, dass zuerst das Ende der Krise abgewartet werden sollte, bevor die Regierung ab 2011 wieder umfangreiche Sparpakete schnüren.
Felderer will das tatsächliche Pensionsantrittsalter von derzeit 59 Jahren an das gesetzliche von

Wollen Sie sagen, wir haben kein Problem? IHS-Chef Felderer debattiert heftig mit dem WIFO-Chef Aiginger (li.)
65 Jahre heranführen lassen. Herr und Frau Österreicher sollen also fünf bis sechs Jahre länger arbeiten und so beitragen die leeren Sozialkassen zu entlasten.
Felderer will auch die Mehrwertsteuer erhöhen, denn nur eine Anhebung dieser Massensteuer bringt den erforderlichen Budgetbeitrag. Immerhin wird mit einem Defizit 2010 auf bis zu 17 Milliarden geschätzt. Alleine die Zinslast wird jährliche 2,5 Milliarden Euro verschlingen – soviel wie alle Univeritäten Österreichs zusammen benötigen.
Aiginger hat dem Konsolidierungsbedarf nichts zu entwidern, will aber nicht am Raten welche Steuer erhöht wird teilnehmen. Zuerst müsse die Steuersenkung wirken. Eine Steuererhöhungsdebatte kann jetzt psycologisch fatale Auswirkungen haben. Die WIFO-Leute stört auch, dass Felderer erst voriges Jahr für eine Mehrwertsteuersenkung auf Lebensmittel war.
Aiginger: “Das Einzige, das aber wirklich hilft, wäre ein Wirtschaftswachstum.”
