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Gold weiches Metall, harte Währung
GOLD – weiches Metall, harte Währung: Keine Goldblase in Sicht
Quelle: Dörsambrief vom 27. Juni 2010
Gold war die beste Vermögensklasse der vergangenen zehn Jahre. Es hat sich seit 2001 knapp verfünffacht und konnte auf Euro-Basis rund 13,5% pro Jahr zulegen. Die Nachhaltigkeit des Goldpreisanstieges wird allerdings nach wie vor nicht wahrgenommen. Aufgrund von Goldkäufen seitens der indischen, saudi-arabischen und
chinesischen Notenbank, waren die Zentralbanken erstmals seit 20 Jahren Nettokäufer. Die Erste Group Experten leiten daraus eine neue Phase des Bullenmarktes ab. Der Vertrauensverlust in Papiergeldwährungen schreitet voran, die über Jahrhunderte geprüfte Wertbeständigkeit des Goldes manifestiert sich. Bester Beweis dafür, dass man beim aktuellen Preisniveau von einer Goldblase weit entfernt ist, ist der Vergleich zwischen Staatsverschuldung und Goldbeständen. Würde man die US-Staatsverschuldung mit 10% Gold decken, so müsste der Goldpreis auf USD 4.500 steigen. Die Experten prognostizieren mittelfristig einen Goldpreis von ca. 2.300 US-Dollar, auf Jahressicht werden 1.600 US-Dollar je Unze prognostiziert.
Fragen zum Thema Gold
Fragen zum Thema “Gold”
Sie sehen in Gold eine Art Währungsersatz und empfehlen eine hohe Gewichtung der Goldbestände; den Euro sehen Sie aktuell zum USD eher schwächer; wird Ihrer Meinung nach der Goldpreis bei einer USD-Stärke (z.B. 1,20) fallen oder als Alternativwährung stabil bleiben können? Die Erfahrung zeigt, dass ein steigender US-Dollar in der Regel den Goldpreis in US-Dollar etwas nach unten zieht. Generell halte ich aber den langfristigen Aufwärtstrend im Edelmetallbereich fundamental für sehr solide.
Macht es Sinn, seinen Goldbestand vor Buchverlusten zu sichern? Hierbei spielt letztlich auch mit, wie hoch Ihre persönliche Goldquote ist. Meinen physischen Bestand sichere ich gelegentlich gegen Buchverluste. Da es einige große Adressen gibt, die etwas dagegen zu haben scheinen, wenn sich der Goldpreis der $1,000-Marke nähert, und die alle Hebel in Bewegung setzen, um ihn wieder nach unten zu drücken, habe ich diese Marke z.B. öfters schon genutzt, um verschiedene Absicherungsgeschäfte durchzuführen. Ein Patentrezept gibt es hier m.E. aber nicht wirklich und die Gefahr ist natürlich auch, dass Absicherungen nach hinten losgehen und so im Extremfall eine profitable Goldposition unprofitabel machen können. Ich betrachte physische Edelmetall-Investments viel mehr als langfristige Versicherung und mache meine Handelsentscheidungen in diesem Bereich mehr von den fundamentalen Begebenheiten abhängig, weniger vom Trading oder von reinen Kurscharts.
